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Der Fachkräftemangel wächst in Deutschland.

Der Fachkräftemangel wächst in Deutschland. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat ergeben, dass die Schwierigkeiten der Unternehmen, qualifiziertes Personal zu finden, auch in den kommenden Perioden anhalten werden.

Im Rahmen der Studie, deren Ergebnisse am Donnerstag bekannt gegeben wurden, wurde eine Umfrage unter 7.500 Führungskräften von Unternehmen durchgeführt. Während zwei Drittel der befragten Führungskräfte angaben, unter Fachkräftemangel zu leiden, gaben 54 Prozent der Führungskräfte an, mit dem Prestige Ende letzten Jahres über den Fachkräftemangel zu klagen. Damit hat die Zahl der Unternehmen, die 2021 über Fachkräftemangel klagen, deutlich zugenommen.

Die Führungskräfte des Unternehmens, deren Meinungen eingeholt wurden, prognostizierten, dass die Schwierigkeiten mit qualifiziertem Personal in der kommenden Zeit anhalten werden. Demnach geben zwei Drittel der Führungskräfte an, im Jahr 2022 weniger Fachkräfte einzustellen, als sie benötigen.

Es fehlt an qualifiziertem Personal, das seine Berufsausbildung bereits in Deutschland abgeschlossen hat. Während 48 Prozent der Unternehmen Engpässe in diesem Bereich meldeten, klagten nur 27 Prozent über einen Mangel an Akademikern.

Offenes Hauptfach im Gesundheitswesen

Laut der Studie wirkt sich der Mangel an qualifiziertem Personal negativ auf den Gesundheitssektor im Allgemeinen aus, insbesondere auf die Patienten- und Altenpflege. Aus regionaler Sicht zeigt sich, dass das Defizit in fast allen Bundesländern wächst.

In Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das Problem größer als in anderen Bundesländern. In Berlin, Bremen und dem Saarland gibt es vergleichsweise weniger offene Stellen.

Einwanderungsberatung vom Experten

Matthias Mayer, Migrationsreferent der Bertelsmann Stiftung, sagte: „Der Fachkräftemangel nimmt zu und eine Lösung dieser Krise ist nicht in Sicht.“ „Neben Bildung spielt dabei Migration eine wertvolle Rolle“, sagte Mayer, um den durch die Alterung der Gesellschaft und den sozial-ökologischen Wandel verursachten Fachkräftemangel nachhaltig zu lösen.

Allerdings ist laut Umfrage nur jedes sechste Unternehmen bereit, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Unternehmen geben meist an, dass sie lieber ihr eigenes Personal ausbilden. Sprachmangel, die Anerkennung ausländischer Diplome und die ungenauen Angaben zu den Arbeits- und Lebensbedingungen der Bewerber werden von mehreren Unternehmen als Stolpersteine ​​empfunden.

Unter Hinweis darauf, dass Deutschland die Möglichkeiten der 2020 in Kraft getretenen Fachkräftemigrationsklausel nutzen sollte, betonte Mayer, dass es notwendig sei, gerade für Branchen mit großem Mangel verstärkt auf ausländische Fachkräfte mit mittlerer Qualifikation zu setzen.

Reuters/TY,EC

©Deutsche Welle Englisch

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