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Die Operationen gegen die „Putschisten“ in Deutschland gehen weiter

Die Ermittlungen und Operationen gegen die „Reichsbürger“-Bewegung dauern an, denen vorgeworfen wird, sie wolle mit Waffengewalt das politische System stürzen und in Deutschland eine neue Regierung bilden. Bei den Großaktionen in Deutschland, Österreich und Italien vor rund sechs Monaten stieg die Zahl der Verdächtigen gegen die „Reichsbürger“-Bewegung, zu der verschiedene rechte Gruppierungen und Einzelpersonen gehören, auf 63.

In einer Erklärung in Karlsruhe sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, dass am Montagabend bei Razzien in den Bundesländern Baden-Württemberg und Niedersachsen drei weitere Tatverdächtige wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ festgenommen worden seien.

Am Montag seien eine Frau aus der Bodenseeregion, ein Mann aus der Region Freudenstadt und ein Mann aus der Region Harburg festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) werden voraussichtlich einen Haftbefehl gegen die beiden Festgenommenen erlassen. Gegen eine Person wurde gestern ein Haftbefehl erlassen.

XIII. Neben Heinrich Fürst Reuß befinden sich noch 24 Männer und Frauen in Haft.


Einige der beschlagnahmten WaffenFoto: Harald Tittel/dpa/picture Alliance

Es wird angegeben, dass die inhaftierte Frau seit Mai 2022 in der Organisation engagiert ist und auch im Vorstand der Organisation sitzt. Es wird gesagt, dass der Zweck des Vorstands darin besteht, die bestehende staatliche Ordnung zu stürzen. Es wird vermutet, dass die verdächtige Dame spätestens im November 2022 versucht hat, Kontakt zu einem Generalkonsul der Russischen Föderation aufzunehmen, und sich anschließend zweimal mit dieser Person getroffen hat. In der Anklage heißt es, Ziel der Verhandlungen sei es, das Handeln der Organisation zu stärken.

Der in Niedersachsen inhaftierte männliche Tatverdächtige soll die Organisation mit einer Spende von rund 140.000 Euro sowie der Bereitstellung von Mitgliedern und Sponsoren unterstützt haben.

Es wird angegeben, dass der dritte Verdächtige gemeinsam mit den anderen Verdächtigen die Beschlagnahmung einer alten Kaserne plant. Darüber hinaus wird behauptet, dass diese Person von der Organisation damit beauftragt wurde, sie zu rekrutieren und auszubilden.


XIII. Heinrich Fürst Reuss verhaftetFoto: Boris Roessler/Picture Alliance/dpa

Das wöchentliche Nachrichtenmagazin „Spiegel“ schrieb, die inhaftierte Frau sei Kandidatin der Partei „Die Basis“ für die Bundestagswahl 2021 gewesen, aber nicht gewählt worden.

Einzelpersonen und Gruppen der Bewegungen „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ erkennen die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland nicht an. Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz gehören diesen Bewegungen etwa 23.000 Menschen an. Nach Angaben der Agentur wurden im Jahr 2021 bei diesen Aktionen 1,11 extremistische Straftaten begangen. Im Jahr 2020 wurde diese Zahl mit 599 ermittelt. Seit 2016 wurden 1,50 Waffenscheine für Personen entzogen, die mutmaßlich mit diesen Formationen in Kontakt standen. Anfang Dezember nahm die Bundesanwaltschaft 25 Tatverdächtige in Deutschland, Österreich und Italien fest, darunter ehemalige Militärs, Polizisten und einen ehemaligen AfD-Bundestagsabgeordneten. Darüber hinaus wurden bei den Razzien viele Waffen beschlagnahmt.

DW, dpa/TY, EC

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