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Griechenland: Streiks und Proteste am Jahrestag des Zugunglücks

Am Jahrestag der Zugkatastrophe, bei der 57 Menschen ihr Leben verloren, kam es in Griechenland zu einem Generalstreik und regierungsfeindlichen Demonstrationen.

Aufgrund der Einladung der führenden Gewerkschaften des Landes zum Generalstreik kam der Massenguttransport zum Erliegen. Während sich auch öffentliche Angestellte und Krankenhausmitarbeiter am Streik beteiligten, wurden Schulen nicht geöffnet, Fähr- und Zugverbindungen nicht betrieben und Müll wurde nicht eingesammelt. Auch Taxifahrer setzten ihren gestern begonnenen Streik fort.

Die Gewerkschaft für öffentliche Dienste (ADEDY), die zum Streik aufgerufen hatte, wies darauf hin, dass Gehälter und Preise während der Finanzkrise im Land um 40 Prozent gesunken seien und dass dieser Schaden noch immer nicht ausgeglichen worden sei. „Der neu eingestellte Lehrer, der darum gebeten wird.“ Die Arbeit auf einer Insel bringt netto 734 Euro im Monat ein und verdient zwischen 350 und 500 Euro. „Er muss Miete zahlen. Das Gehalt einer Pflegekraft beträgt 680 Euro.“ Die Gewerkschaft erklärte, dass diese Situation in allen öffentlichen Diensten gelte und kritisierte: „Es gibt Geld, aber es wird nicht gerecht verteilt.“ Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung um zehn Prozent und die Wiedereinführung von Weihnachts- und Osterzulagen.


Mehr als einer der 57 Menschen, die bei der Zugkatastrophe in Griechenland ihr Leben verloren, waren Universitätsstudenten.Foto: Louisa Gouliamaki/REUTERS

„Mörder“-Parolen vor dem Parlament

Während der Streiks wurde aufgrund des Zugunglücks, das das Land im vergangenen Jahr erschütterte, auch heftige Kritik an der Regierung geübt. Dass zwei Züge frontal zusammenstießen, nachdem sie stundenlang unbemerkt auf den Schienen gefahren waren, löste im Land eine Schockwirkung aus und die jahrzehntelange nachlässige Politik der Regierungen bei der Bahn wurde erneut zur Diskussion gestellt. Die Ermittlungen zu dem Unfall, bei dem 57 Menschen, darunter mehrere Universitätsstudenten, ums Leben kamen, dauern noch an.

Während sich die Demonstranten vor dem Parlament in der Hauptstadt Athen versammelten und Parolen wie „Mörder“ skandierten, beteiligten sich auch Tausende Demonstranten an der Protestaktion vor den Bahnstrecken. Auch in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt des Landes, fanden Aufführungen statt, bei denen die Polizei mit Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten vorging, die Molotowcocktails, Steine ​​und Farbe warfen.

dpa,AP/BK,TY

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D.W.

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