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Zugunglücksproteste: Leben in Griechenland gelähmt

Im Rahmen des 24-stündigen Generalstreiks, der organisiert wurde, um gegen das Zugunglück am 28. Februar in Griechenland zu protestieren, bei dem 57 Menschen ums Leben kamen, kam es in vielen Städten gelegentlich zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Demonstranten, die zum Syntagma-Platz zogen, wo sich das griechische Parlament befindet, griffen die Polizei mit Molotow-Cocktails und Steinen bei den Shows in der Hauptstadt Athen an, an denen ungefähr 25.000 Menschen teilnahmen. Es wurde berichtet, dass die Sicherheitskräfte auch Tränengas und Schallbomben gegen die Demonstranten eingesetzt haben. Es wurde berichtet, dass bei den Vorfällen sechs Personen festgenommen und ein Polizist leicht verletzt wurde.

Neben Athen sollen Tausende Demonstranten an dem Protestmarsch in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt des Landes, und der im Westen Griechenlands gelegenen Hafenstadt Patras teilgenommen haben.


Aktivisten greifen die Polizei aus Protest gegen die Regierung wegen des Zugunglücks am 28. Februar in Athen, Griechenland, mit Molotow-Cocktails anFoto: Michael Varaklas/AP/dpa/Picture Alliance

Flugverkehr lahmgelegt

Alle Flüge durch Griechenland wurden gestrichen, da Fluglotsen, die dem 24-Stunden-Generalstreikaufruf der griechischen Gewerkschaften des öffentlichen und privaten Sektors gefolgt sind, ebenfalls ihre Arbeit aufgegeben haben. Da sich die Hafenarbeiter dem Streik anschlossen, konnten außerdem keine Fährverbindungen hergestellt werden, und als Folge der Befolgung des Streikbeschlusses durch die Eisenbahn- und öffentlichen Verkehrsarbeiter kam der Verkehr im ganzen Land vollständig zum Erliegen. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und des Gesundheitswesens gehörten ebenfalls zu denen, die sich an der Streikaktion beteiligten.

Auf der Eisenbahnverbindung zwischen den Städten Athen und Thessaloniki kamen 57 Menschen, darunter viele Studenten, durch den Zusammenstoß zweier Züge ums Leben, die eins zu eins oder sogar real zueinander fuhren. Die Behandlung vieler Menschen, die beim schlimmsten Zugunglück in der Geschichte des Landes verletzt wurden, geht weiter. Es wird berichtet, dass die Lebensgefahr eines schwer verletzten Passagiers fortbesteht.

AFP,dpa / ET,UK

DW

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