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Bundesminister: Arbeitskräftemangel könnte das Wirtschaftswachstum behindern

Heute findet in Berlin der eintägige Fachkräftekongress des Bundesarbeitsministeriums unter Beteiligung von Verbänden, Unternehmen und Berufsbildungswerken statt.

In seiner Rede auf dem Kongress sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, dass der Arbeitskräftemangel im Land zum größten Hindernis für das Wirtschaftswachstum werden könnte. Heil wies darauf hin, dass es in Deutschland 46 Millionen Arbeitnehmer gebe und dass diese Zahl die höchste jemals gemessene Zahl sei: „Dies ist tatsächlich ein hart arbeitendes Land.“ Minister Heil wies jedoch darauf hin, dass aufgrund des demografischen Wandels bis zum Jahr 2035 sieben Millionen Arbeitnehmer ersetzt werden müssten, und betonte, dass die berufliche Bildung dazu beitragen könne, diese Lücke zu schließen. Heil gab an, dass in Deutschland etwa 1 Million 600.000 Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren keine berufliche Grundausbildung hätten. Heil sagte, dass jedem jungen Menschen die Möglichkeit gegeben werden sollte, ins Berufsleben einzusteigen.

Bundesarbeitsminister Heil forderte in seinem Statement vor dem Kongress vor dem ARD-Fernsehen die Unternehmen auf, qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland ins Land zu holen. Minister Heil sagte: „Wir müssen eine Arbeitsgarantie gewährleisten, denn Arbeitsgarantie bedeutet Wohlfahrtsgarantie.“ Heil betonte, Deutschland habe großes Potenzial, dieses könne aber nur durch die Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft erreicht werden.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagte in seiner Rede vor dem Kongress: „Wir brauchen Hände und Köpfe.“ Habeck erklärte, dass der Mangel an Arbeitskräften die Wachstumserwartungen der Wirtschaft schmälere, und erklärte, dass die auftretenden Probleme beseitigt werden müssten.

Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger betonte den Wert der Berufsausbildung und stellte fest, dass die Berufsausbildung ein „Schlüssel“ für den Start ins Berufsleben sei. Stark-Watzinger erklärte, dass jedes Jahr 45.000 junge Menschen die Schule verlassen, ohne die Schule abzuschließen, und erwähnte, dass die Regierung ein Programm zur Unterstützung von 4.000 Schulen gestartet habe.

Reuters, AFP/EC, J.D.

D.W.

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