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CDU-Spitzenkandidat Braun verteidigte das Gebet

Helge Braun, Staatssekretär im Bundeskanzleramt und CDU-Fraktionsvorsitzender, zeigte sich offen für die Idee, von Moscheen in Deutschland zum Adhan aufzurufen. Braun, der am Sonntagabend an der Sendung „Richtige Fragen“ des Internetportals Bild Live teilnahm, sagte: „Azan gehört zu einem freien religiösen Leben“.

In Deutschland ist der Gebetsruf bereits in Dutzenden Moscheen erlaubt. Schließlich sorgte die Zulassung des Gebetsrufs im Rahmen eines zweijährigen Projekts in der Stadt Köln für heftige Debatten. Im Rahmen dieses Modellvorhabens kann die Gemeinde der Moscheen in Köln bei der Stadtverwaltung die Erlaubnis zum Gebetsruf beantragen. Der externe Gebetsruf ist jedoch nur freitags erlaubt, mit einer Dauer von höchstens fünf Minuten und unter der Voraussetzung, dass die Lautstärke auf einem offensichtlichen Niveau gehalten wird.

Darüber hinaus werden die Moscheen, in denen der Gebetsruf verlesen wird, gebeten, die Menschen in der Gegend, in der sie sich befinden, zu informieren.

Diejenigen, die dagegen sind, außerhalb der Moscheen zum Gebet zu rufen, halten dies hingegen für ein Privileg, das einer Minderheit zu Unrecht zuteil wird. Kritiker des Projekts argumentieren, dass der Adhan problematische Aussagen enthält und von vielen Muslimen als unnötig angesehen wird. Drei Viertel der Teilnehmer an einer öffentlichen Meinungsumfrage zu dem Thema lehnen die Idee ab, Adhan aus Moscheen in Städten und Dörfern in Deutschland auszurufen.

KNA / ET,AU

© Deutsche Welle Englisch

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