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Drei Viertel der Krankenhäuser in Deutschland verschieben Operationen

Aufgrund der Zunahme von Corona-Patienten, die in Deutschland auf Schwerststationen behandelt werden, sind Krankenhäuser gezwungen, Operationen zu verschieben.

Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft arbeiten drei Viertel der Krankenhäuser in Deutschland nicht normal und verschieben geplante Operationen.

Gerald Gass

„Die Situation wird immer dramatischer und ausgefallene Behandlungen belasten die Patienten körperlich und seelisch“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Krankenhausverbandes, Gerald Gaß, in Berlin. Gaß sagte, dass für Krankenhäuser die Verschiebung geplanter Operationen als Verfahren zur Bewältigung akuter Ereignisse bevorzugt wird. Gaß erklärte, die gravierenden Folgen für Patienten aus früheren Corona-Wellen seien bekannt.

Orthopädische Operationen stehen an der Spitze der verschobenen Operationen. Oktober 2020 In der zweiten Pandemiewelle Mitte Februar 2021 wurden 22 Prozent weniger Hüftoperationen durchgeführt. Es wird behauptet, dass ältere Patienten, deren Hüftoperation auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, mit Schmerzen leben mussten und deshalb auch in Depressionen verfielen.

Es gab auch Einschränkungen für Krebsbehandlungen. Den Zahlen zufolge wurde bei Krebsoperationen ein Rückgang von Brustkrebs um 6 Prozent und ein Rückgang von Darmkrebs um 18 Prozent verzeichnet.

dpa/EG, JD

© Deutsche Welle Englisch

DW

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