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In Deutschland sind die Augen auf die unentschiedenen Stimmen gerichtet

Nach 16 Jahren Merkel-Zeit in Deutschland sind es nur noch drei Tage bis zu den Wahlen, bei denen der Ministerpräsident und die neue Regierung benannt werden. Laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens YouGov, die die Ergebnisse veröffentlicht hat, haben fast drei Viertel der Wähler die Partei gewählt, die sie wählen werden. Demnach gaben 74 Prozent der Befragten an, ihre endgültige Entscheidung getroffen zu haben, während 15 Prozent von ihnen angaben, sich später für eine Partei zu entscheiden. Eine kleine Gruppe von 9 Prozent wollte keine willkürliche Aussage machen.

SPD führt um die letzte Kurve

Diese Zahlen zeigen, dass die Zahl der potenziellen Wähler, die sie im Namen der Parteien um ihre Stimmen bemüht, allmählich abnimmt. Wie in vielen anderen Umfragen scheint die SPD auch in der YouGov-Umfrage mit 25 Prozent Spitzenreiter zu sein. Die Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die CDU, größter Partner der derzeit regierenden Koalition, hat im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 21 Prozent zugelegt. Laut Umfrage erhalten die Grünen 14 Prozent, die AfD 12 Prozent, die FDP 11 Prozent und die Linkspartei 7 Prozent.

Ähnliche Zahlen ergaben sich auch aus den unter der Woche bekannt gegebenen Umfrageergebnissen der Meinungsforschungsunternehmen Forsa und Insa. Es ist jedoch eine bekannte Tatsache, dass Wahlumfragen nicht immer sehr glaubwürdige Ergebnisse liefern. Besonders in einer Zeit, in der die Bindung an politische Parteien nicht mehr so ​​stark ist wie früher und die Zahl der Menschen, die ihre Wahl im letzten Moment treffen, zunimmt.

Der Prozess der Regierungsbildung kann mächtig sein

Unabhängig vom Ausgang der am Sonntag anstehenden Bundestagswahlen ist zu erwarten, dass der Prozess der Regierungsbildung stark und langwierig sein wird. Wenn die SPD wie in den Umfragen als erste Partei hervorgeht, wird sie höchstwahrscheinlich eine Koalitionsregierung mit den Grünen bilden. Allerdings wird der Stimmenanteil beider Parteien wohl nicht ausreichen, um eine Regierung zu bilden. Dabei wird davon ausgegangen, dass Olaf Scholz, der Ministerpräsidentenkandidat der SPD, sich an die liberale FDP als dritten Koalitionspartner wenden wird.

Wenn die CDU im letzten Moment die Lücke schließt und erste Partei wird, dürfte Armin Laschet, der die Aufgabe der Regierungsbildung übernehmen wird, bei den Grünen ebenso an die Tür der FDP klopfen wie Scholz von der SPD.

Christian Lindner (links) und Kevin Kühnert

Gegen eine mögliche Koalition unter Einbindung der FDP regt sich hingegen bereits der Einspruch des linken Flügels der SPD. Einer der wertvollsten Vertreter des linken Flügels in der Partei, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender Kevin Kühnert, Rheinische Post In einem Interview mit der Zeitung sagte er, er zweifele an der Zuverlässigkeit von FDP-Generalchef Christian Lindner. „Lindner ist ein Spieler, der auch den prächtigen Reichen Steuererleichterungen verschaffen will, aber gleichzeitig keinen nennenswerten Finanzplan hat“, verteidigt Kühnert, Lindner sei ein nicht seriöser Mensch. Kevin Kühnert betonte, dass auch der FDP-Bundesvorsitzende Laschet als Ministerpräsidenten präferiere.

Jessica Rosenthal, die Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation Jungsozialisten, die wie Kühnert zu den Vertretern des linken Parteiflügels gehört, gehört auch zu denjenigen, die sich dafür einsetzen, dass seine Partei, wenn die nötige Mehrheit zustande kommt Mit den Grünen koalieren, nicht mit der FDP, sondern mit der Linkspartei. „Es ist mir wichtig, Bohrgespräche mitten in SPD-Grüne-Linke zu führen“, sagte Rosenthal und fuhr fort: „Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen diesen Parteien in Bezug auf Investitionen in Bildung, faire Aufteilung und Klima Krise.“

dpa/ET,HS

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