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Junge Wähler entfernen sich von Massenparteien in Deutschland

Während die SPD als Sieger aus der Bundestagswahl hervorging, organisierten sich die Unionsparteien, bestehend aus Angela Merkels Partei, der Christlich Demokratischen Union (CDU) und der Schwesterpartei Christlich Soziale Union (CSU), nur in Deutschland der Freistaat Bayern, wurden besiegt.

Während die CDU/CSU in allen Altersgruppen Stimmen verlor, verlor sie im Vergleich zu den letzten Wahlen im Jahr 2017 6 Prozent der Wähler über 70 Jahre. Die SPD hingegen erhielt im Vergleich zu 2017 9 Prozent mehr Stimmen von den Eins-zu-Eins-Altersgruppenwählern.

Allerdings mussten beide Parteien die größten Stimmenverluste bei den Jungwählern hinnehmen. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen verloren die Unionsparteien 14 Prozent und die SPD 5 Prozent.

Auch der Imageverlust der Unionsparteien wirkt sich nach Angaben des Wahlforschungskreises in diesen Ergebnissen aus, aber auch der Ministerpräsidentenkandidat hat Anteil an diesen Ergebnissen, denn nur 29 Prozent der Deutschen halten Unionskandidaten Armin Laschet für geeignet diese Aufgabe, während der Glaube an den SPD-Kandidaten Olaf Scholz bei 67 Prozent liegt. Bei der Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock liegt sie bei 23 Prozent.

FDP und Grüne Jugendpartei

Die ältere Bevölkerung hat einen großen Anteil daran, dass die Grünen bei den Wahlen nicht so gute Ergebnisse erzielt haben wie erwartet. Denn die Grünen sind die Partei mit dem höchsten Wiedererkennungswert in der Gruppe der unter 25-Jährigen. Im jüngsten Wahlkreis gingen 23 Prozent der Stimmen an die Grünen, während die Freie Demokratische Partei (FDP) mit 22 Prozent der Stimmen den Grünen schnell folgte. Darüber hinaus wurde die FDP die erste Partei in diesem Cluster, indem sie Stimmen von 23 Prozent der Erstwähler erhielt.

Annalena Baerbock, Ministerpräsidentenkandidatin der Grünen, und FDP-Chef Christian Lindner

Während die SPD 14 Prozent der Stimmen aus dem Unter-25-Wahlkreis erhielt, blieb die Stimmenquote der Unionsparteien bei 10 Prozent.

FDP-Chassis-Cluster-Chef Konstantin Kuhle führte ihre Bevorzugung durch junge Wähler auf die sich wiederholende Äußerung von Jugendproblemen während der Corona-Epidemie und deren Aussprache zur Digitalisierung zurück.

Ebenso gaben 25 Prozent der Wähler der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen an, die Grünen in der Regierung sehen zu wollen, während die Quote derer, die eine Regierung der Unionsparteien wollten, bei 21 Prozent blieb. Die Hälfte der über 65-Jährigen will eine von der SPD geführte Regierung.

Über 70 bevorzugten die Unionsparteien und die SPD

Die Grünen haben im Cluster der über 70-Jährigen die niedrigsten Stimmen erhalten. Nur 7 Prozent der Wähler in diesem Cluster stimmten für die Grünen. Wie die Grünen erhielten auch die Alternative für Deutschland (AfD) (6 Prozent) und die Linkspartei (4 Prozent) nicht mehr Stimmen aus dieser Altersgruppe. Unionsparteien kamen in dieser Altersgruppe auf 39 Prozent der Wähler, die SPD auf 34 Prozent.

Diese Situation spiegelte sich auch in den Kandidaten der Parteien wider. Nur 13 Prozent der Kandidaten der Unionsparteien für den Bundestag sind unter 30 Jahre alt. Bei den Grünen ist fast jeder vierte Kandidat unter 30 Jahre alt.

DW/ SSB, BO

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