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Corona-Dokumentenpflicht in Italien in Kraft getreten

Beschäftigte in Italien dürfen nur noch zur Arbeit gehen, wenn sie eine Impfung, Heilung oder ein negatives Testergebnis nachweisen können. Nach der heute in Kraft getretenen digitalen Corona-Dokumentenpflicht „Grüner Pass“ ist für diejenigen, die ihre Situation nicht dokumentieren können, ein Bußgeld von bis zu 1500 Euro vorgesehen. Wer nicht zur Arbeit geht, weil er kein Corona-Dokument hat, bekommt freien Urlaub. Bußgelder bis zu 1000 Euro drohen Unternehmen, die die Papiere ihrer Mitarbeiter nicht prüfen.

Wer sich nicht impfen lassen will, muss die Corona-Testpreise selbst bezahlen, und diese Tests sind 48 Stunden gültig. In den vergangenen Wochen fanden heftige Protestshows gegen die Verordnung statt, von der 23 Millionen Arbeitnehmer in Italien betroffen wären, es kam zu Ausschreitungen bei den Shows, an denen am Samstag Tausende von Menschen in Rom teilnahmen, und bei den Zusammenstößen, die in den USA ausbrachen, wurden Menschen verletzt Mitten in der Polizei und den Demonstranten. Heute, als die Verordnung in Kraft trat, finden in Rom Protestshows statt.

Mit dieser Verordnung will die Regierung Kontaminationen am Arbeitsplatz und Massenquarantänen verhindern. Die Pflicht zur Vorlage von Unterlagen war zuvor in bestimmten Bereichen wie Schulen und Gesundheitseinrichtungen in Kraft getreten.

Chaosangst

Die neue Verordnung dürfte in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft, insbesondere im Güterverkehr, Chaos anrichten. Besonders viele der osteuropäischen Lkw- und Lkw-Fahrer haben keine Corona-Dokumente. Dabei spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass der russische Sputnik-Impfstoff in Europa mittlerweile nicht anerkannt ist.

Dass für die bisher kostenlosen Corona-Tests 15 Euro gezahlt werden, hat vor allem Mitte-Rechts- und Rechtsparteien angelockt. Während diejenigen, die gegen den Antrag waren, sagten: „Wir müssen jetzt bezahlen, um zur Arbeit zu gehen“, antwortete die Regierung, dass die Impfstoffe kostenlos seien.

In Italien haben 85 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahren mindestens eine Dosis des Impfstoffs erhalten. Durch die Erhöhung der Impfquote will die Regierung Einschränkungen des täglichen Lebens lockern. Für diejenigen, die digitale Corona-Dokumente einreichen, werden Schritte unternommen, um Diskotheken ab Montag wieder zu öffnen und in Theatern und Kinos uneingeschränkt in allen Reihen sitzen zu können.

dpa / UK,ET

© Deutsche Welle Englisch

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